Portugal

01. - 08. Oktober 2017

Vor einigen Tagen startete die Reisegruppe der VR-Bank Landau eG nach Portugal. Nach einer gemeinsamer Fahrt zum Flughafen München und einigen Herausforderungen am überfüllten Flughafen landeten alle teilweise verspätet aber erwartungsvoll in Lissabon.

Eine Panoramafahrt durch Lissabon, das ja so ähnlich wie Rom auf vielen Hügeln aufgebaut ist, vermittelte die ersten Eindrücke. Dazu die bedeutendsten Baudenkmäler der Stadt - das Hieronymitenkloster und die Torre de Belèm – die das verheerende Erdbeben 1755 überstanden haben. Viele weitere wunderbare Eindrücke, wie das Castello de Sào Jorge, der höchste Punkt der Stadt mit einem fantastischen Rundblick, die interessanten Stadtviertel Alfama, Baixa, Chiado und Bairro Alto mit den jeweiligen historischen und gegenwärtigen Bauten usw. zeigten: Lissabon ist eine weitere Reise wert!

Es ging weiter nach Norden Richtung Universitätsstadt Coimbra und einem beeindruckenden Besuch der weltberühmten Pilgerstätte von Fatima. Gebetplatz für ca. 250.000 Gläubige an dem Ort, wo 1917 drei Kinder Marienerscheinungen hatten. Links die neo-barocke Wallfahrtskirche von 1928 und rechts die 2007 errichtete Rotunde, die 9000 Gläubige fasst. Als nächster Höhepunkt das in einem Zeitraum von 150 Jahren erbaute Kloster Santa Maria da Vitòria in Batalha. In der Kapelle liegt neben Eltern und Geschwistern der berühmte Adlige Heinrich der Seefahrer begraben. Auf bestens ausgebauten Autobahnen ging es dann nach Coimbra, eine der ältesten Unistädte Europas, Hochschulstadt seit dem 12. Jhd., lebendig und pulsierend mit rund 30.000 Studenten. Weltkulturerbe ist die historische Bibliothek im schönsten Barockraum Portugals, erbaut 1716 - 1728.

Porto, die zweitwichtigste und -größte Stadt des Landes, war Ausgangsstation für die Nordtouren und wurde intensiv zu Fuß und per Schiff auf dem Duoro erforscht. Der Fluss, seit jeher ein sehr wichtiger Handelsweg vor allem auch für den weltberühmten Portwein, fließt innerhalb der Stadt unter sechs imposanten Brücken, davon auch eine von Gustave Eiffel. Weiter beeindruckend: der Börsenpalast, die Kathedrale, der Bahnhof Sào Bento mit seinen riesigen Azulejo-Bildwänden (portugiesische Fliesen) und vieles mehr.  

Die Region um die Stadt Guimaraes ist die Wiege Portugals und der Geburtsort von Alfonso Henriques, der seine Grafschaft Portucale anno 1139 zum Königreich Portugal erklärte. 2012 war die Stadt Kulturhauptstadt Europas.

Dann führte der Weg über Amarante, wo auch einige Meter des Jakobsweges beschritten wurden, und über Vila Real ins weltberühmte Weinbaugebiet des Duorotales. In Peso de Regua wurden gute Tropfen mit 10- und 40-jähriger Lagerzeit in einem kleinen Weingut gekostet. Schwer trennend ging es dann nach Lamego, die alte Bischofsstadt mit einer mächtigen Kathedrale. Berühmter ist allerdings die Wallfahrtskirche Nossa Senhora dos Remèdios, zu der eine Freitreppe mit 685 Stufen hochführt.  

Braga, Fußballfreunden auch bekannt durch das Sportstadion im Steinbruch mit der Felswand hinter dem Tor, ist das kirchliche Zentrum von Portugal. Eine sehenswerte Altstadt mit vielen Winkeln und Gässchen, schönen Lokalen und Geschäften war einige Stunden Besuch wert. Berühmter ist jedoch die barocke Wallfahrtskirche Bom Jesùs do Monte. Auf einer 564 m hohen Bergterrasse thront die Kirche mit einem fantastischen Blick ins Tal. Als Vorbild der Kirche von Lamego ist auch hier eine breite Treppenanlage im 18. Jahrhundert entstanden.

Zufällig wurde ein Landeswettbewerb für Feuerwehrleute durchgeführt, die mit Schutzanzug und Sauerstoff-Flasche die 550 Stufen hochlaufen mussten. Aufgrund vieler Waldbrände, leider auch aktuell noch zu sehen, eine notwendige Leistungsübung.

Letzter Reisepunkt war der Besuch der Küste bei Ofir. Entspannend die Zeit am Meer mit Spaziergang am Sandstrand und etwas Wasserberührung (16 Grad). Mit einem guten portugiesischen Bier wurde der Sonnenuntergang beobachtet.